Passion @ Work

1. Dezember 2025

Wie ein ehemaliger bluebird das Thema Passion @ Work persönlich erlebt. Susanne (Resident von 2020 – 2022) berichtet – right from the heart.

Wo Leidenschaft Flügel bekommt

Ich bin Susanne 🙋‍♀️ ein Bluebird der ersten Stunde – wenn auch die meiste Zeit “on the fly”.
In gerade diesem Moment sitze ich am Hamburger Hafen und blicke auf das Schiff, mit dem
ich morgen für eine zweimonatige Kreuzfahrt in See steche – rein beruflich, als Musical
Director für die Sänger*innen an Bord. Viele beschreiben mich als jemand, der “seine
Leidenschaft lebt” – vielleicht wurde ich auch deswegen gefragt, diesen Gastkommentar zum
Thema “Leidenschaft” zu schreiben. Denn sie ist es, was mich antreibt und immer wieder
neu inspiriert. Für mich gehören “Leidenschaft” und “Arbeit” untrennbar zusammen – weil ich
bin, was ich tue. Und vice versa.


“Leidenschaft” wird laut Duden definiert als „große Begeisterung {…} für eine bestimmte
Tätigkeit, der man sich mit ganzer Hingabe widmet“. Sie ist der Motor dafür, etwas richtig gut
zu machen, Sinn zu finden, eins zu sein mit dem, was man tut – ohne Leidenschaft, kein
Flow. Gleichzeitig macht sie auch verletzlich. Wer leidenschaftlich arbeitet, bringt einen
großen Teil seiner Persönlichkeit ein – Rückschläge und Kritik sind da natürlich umso
schmerzhafter. Aber das Gefühl, wenn die eigene Leidenschaft auch andere inspiriert und
zum beruflichen Erfolg führt, ist unbezahlbar.


Seine Leidenschaft leben zu können, ist ein großes Privileg – aber kein Geschenk. Die
Suche danach kann viele Jahre, Erfahrungen und Rückschläge lang dauern. Fragen und
Hinterfragen, Reflektieren und Besinnen, Zweifeln und Verwerfen. Schließlich geht es ja
hierbei nicht nur darum, die eigene Leidenschaft zu finden, sondern auch ihren Nutzen für
andere – für die Arbeitswelt.


Ein wichtiger Katalysator bei dieser Suche ist der Austausch mit Gleich- und
Andersgesinnten. Am besten wertschätzend und auf Augenhöhe. Den richtigen Raum dafür
findet man definitiv im bluebird.space. Obwohl ich örtlich kaum mehr an Salzburg und den
bluebird.space gebunden bin, kehre ich doch immer wieder gerne ins “Nest” zurück. Bei der
Ankunft frei von Erwartungen und beim Abflug meistens um eine Erkenntnis, einen Kontakt
oder einen neuen Gedanken reicher.


Genau das macht den bluebird.space für mich nach wie vor zu einem so inspirierenden und
interessanten Ort. Hier kommen Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten, mit
unterschiedlichen Interessen, Ansichten und Leidenschaften zusammen –
begeisterungsfähig, facettenreich und offen dafür, einander zuzuhören, voneinander zu
lernen und sich gegenseitig zu beflügeln. Eine Community, in der jeder einen kleinen Beitrag
leistet – und im Gegenzug unendlich profitieren kann. In diesem Sinne freue ich mich schon
sehr auf den nächsten Rückflug …


Sincerely,
the flying bluebird.


Susanne Praß war von 2020 – 2022 Resident im bluebird.space. Sie arbeitet in verschiedenen
Projekten als künstlerische Leitung, Regisseurin und Trainerin im deutschsprachigen und
internationalen Raum.