Zwischen Leere und Fülle – was vom Barcamp bleibt?
18. September 2026 – Eine persönliche Nachlese zum bluebird.barcamp 2026 „Future Skills 2030“

Gestern und heute hat das bluebird.barcamp 2026 stattgefunden.
12 Frauen und 11 Männer. Angereist aus Berlin, Nürnberg, Wien und anderswo. Aus kleinen Dörfern und großen Städten. 23 Menschen sind sich hier bei uns im bluebird.space begegnet, um sich über ein Thema auszutauschen, das uns alle beschäftigt. „Future Skills 2030“.
Was sind Future Skills? Wie identifizieren wir sie? Wo finden wir sie?
- In anderen Kulturen? Der Afrikanist rät zum Blick in andere Kulturen und der Beschäftigung mit Ubuntu und Nelson Mandela.
- Im Alltag? Die Universitätsdozentin erzählt von Erlebnissen in ihrem Umfeld, von einem Kind, das der KI widerspricht und Recht behält. Als die Mutter die KI damit konfrontiert, meint diese „Danke für den Hinweis, mein Fehler“.
- In unserem beruflichen Umfeld? Der Landwirt sagt, man müsse Werte und Grenzen klar definieren, der Landschaftsplaner sieht es zwingend, sich wieder mit der Natur zu connecten. Der IT-Transformationsberater unterstreicht die Chancen von KI bei richtiger Nutzung und sieht dieses Future Skill als essentiell.
- In der Organisationsentwicklung? Transformationsfähigkeit/ Hiring Future/ Changing Leadership/ Komplexitätskompetenz/ Strategie Hexagon sind hier die Diskussionspunkte. Fried von Dark Horse liefert dazu wertvollen Input in seinem Impuls.
Und so entsteht sie, die Liste mit Future Skills, in bilateralen Gesprächen, in Sessions und in den Pausen. Die Liste, auf der Integrität/ Zuhören & Beobachten, ohne gleich zu lösen/ systemisch Denken/ Rituale beleben/ kritisch Denken und vieles mehr steht. Eine Liste mit offenem Ende, aber mit der verblüffenden Erkenntnis: die meisten Skills, die wir gefunden haben, sind nicht technische Skills, sondern soziale Skills.
Was bleibt?
Eine Leere und eine Fülle gleichermaßen. Eine Leere, weil ein Fass aufgemacht wurde und jetzt alle weg sind, mit denen man sich gerne weiter austauschen würde, es fehlt die Fortsetzung, bei der ich vom Reden ins Tun kommen könnte. Jetzt liegt es an mir…
Eine Fülle, weil das Zusammensein mit Unbekannten und das Entdecken von Gemeinsamkeiten eine Bereicherung ist, die bleibt. Weil das Essen mit Händen beim Äthiopier für einige eine neue Erfahrung war und das Gemeinschaftserlebnis uns noch mehr verbunden hat. Eine Fülle, weil neue Beziehungen entstanden sind, aus denen etwas entstehen könnte, weil viele Ideen und Anregungen unsere Köpfe füllen und das Gehörte und Gesagte noch lange nachhallt.
Fazit: die Organisation eines Barcamps ist zeitaufwändig und mühsam, doch für solche Ergebnisse lohnt es sich. Denn das Format „weckt“ jedes Mal wieder auf und die Eindrücke hallen lange nach. Ich bin inspiriert und motiviert, das Thema weiter zu bearbeiten, vom Denken ins Tun zu kommen, und/ oder in Folgeveranstaltungen zu vertiefen.
Ich hatte nicht vor, noch ein Barcamp zu organisieren…. und ich weiß, ich tue es bestimmt wieder.
Helene Stainer ist Community Managerin im bluebird.space. Events aus der Community und mit Kooperationspartnern runden das Angebot an Desks, Offices und Meetingräumen ab. Das bluebird.barcamp ist ein wiederkehrendes Format.
Zum Thema „Future Skills“ finden im bluebird.space ab Herbst 2026 ausgewählte Workshops von Dark Horse statt. Die Kursübersicht kannst du HIER finden.